28 ravers hurt with police employment in France

german article, links to french and english sites

Author: various
Date: Jul 21, 2003
Views: 2936

28 Verletzte bei Polizeieinsatz gegen Raver in der Bretagne

In der Nacht von Freitag auf Samstag ist es in der Naehe von Le FaouŒt inder Bretagne zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen der Polizeiund Besuchern eines aufgeloesten Techno-Raves gekommen.

Laut Agenturmeldungen und franzoesischen Szene-Websites waren dieVeranstalter nach Absagen der Praefektur bereits seit zwei Tagenunterwegs auf der Suche nach einer Location. Mehrere tausend Raver undetwa 20 Soundsysteme sahen sich etwa eintausend Einsatzkraeftenverschiedener Polizeieinheiten gegenueber. Die Raver warfen mit Flaschenund Steinen, "nachdem ihre rund zwei Dutzend Lastwagen mit denMusikanlagen beschlagnahmt worden waren" und "als die Polizei mehrerehundert Raver vertreiben wollte, die fuer ihre Tanzparty keinebehoerdliche Genehmigung hatten" (afp). Dabei wurden mindestens 25Partybesucher verletzt, vier davon schwer. Die Polizei setzte Traenengas-und etwa sechzig "Offensivgranaten" ein.

Die Fuckparade fordert: Keine Kriminalisierung von Ravern!Techno-Parties sind keine Bedrohung der "inneren Sicherheit"! Wir wendenuns gegen eine Vorverurteilung und Kriminalisierung von Veranstalternund Ravern sowie gegen ueberzogene Polizeiaktionen! Wie auch diePolizeiblockaden bei deutschen Raves zeugen die Vorfaelle in Frankreichvon Vorverurteilung und einer Politik, die sich an den Interesseneiniger weniger ausrichtet, deren Kulturdefinition die heutigeJugendkultur ausschliesst. Keine Knueppel und Granaten gegen tanzendeJugendliche, nicht in Frankreich oder anderswo!

Hintergrund der Eskalation ist ein franzoesisches Anti-Rave-Gesetz. ImFruehjahr 2001 reichte der rechtspopulistische UMP-Abgeordnete ThierryMariani einen Gesetzentwurf ein, der es erlauben wuerde, Soundsysteme vonnicht genehmigten Parties zu beschlagnahmen. Dies wurde spaeter erweitertum eine sechsmonatige Strafandrohung und 7500 Euro Geldstrafe. Alsalleine in Paris im Juni 2001 mehr als 100.000 Menschen gegen diesesGesetz auf die Stra*e gingen, wurde es zunaechst gestrichen. Nach dem 11.September erfuhr es aber eine Neuauflage, nachdem es doch noch unter diefranzoesischen Anti-Terror-Gesetze gemogelt wurde. Seither muessen Ravesauch auf Privatgrundstuecken der Praefektur gemeldet und von ihr genehmigtwerden, andernfalls drohen Geld- und Freiheitsstrafen sowie dieBeschlagnahme der Soundanlagen.

In der Praxis wurde das Gesetz vielfach verwendet, um Raves zuverhindern. Die Praefekturen zeigen sich unkooperativ und fordern dieErfuellung von uebertriebenen Sicherheitsauflagen, die von den oftmalsunkommerziellen Veranstaltern unmàglich erfuellt werden koennen.

Die Fuckparade fordert: Keine Party ist illegal! Maximale Toleranz undOffenheit statt Zero Tolerance und buerokratischer Servicewueste!

here you find links in french and english language

http://coll-soundz.fr.st
http://vdzcrkl.free.fr/doc/doc.htm
http://vner.land.free.fr/secu.htm
http://vner.land.free.fr/engsummary.htm
http://www.network23.org/features/frrepression.htm
http://www.freetekno.fr/root.php?id=4&news_type=2
http://de.news.yahoo.com/030719/286/3jors.html

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