JOO KRAUS / Ex Tab Two

PUBLIC JAZZ LOUNGE LIVE

Author: Fabrik
Date: Nov 19, 2004
Views: 2556

LIVE am 29. November in der Fabrik in Hamburg
Ein absolutes MUSS für alle Chillout Freaks

Joo Kraus zählt sicherlich zu den interessantesten Protagonisten der jüngeren deutschen Jazzszene und ist durch seine Rolle in der Jazz Award prämierten Band Tab Two, bei Wolfgang Schmid’s Special Kick, in eigenen Gruppen aber auch durch solistische und kompositorische Beiträge zu so unterschiedlichen Projekten wie De Phazz, Jazzkantine oder Tina Turner mit einem Publikum in Berührung gekommen, das weit über das traditionelle Jazz – Nischenpublikum hinausgeht. Stets ist der Trompeter auf der Suche nach innovativen Sounds, die er mit seinem mal messerscharfen, mal samtweichen Ton des Instruments zusammenbringen kann. Charakteristisch dabei auch seine ebenso unaufgesetzten wie zeitgemäßen Raps, mit denen viele seiner Projekte durchsetzt sind.

Mit Public Jazz Lounge ist er abermals, und diesmal vielleicht so plausibel wie noch nie, einem neuen Sound auf der Spur. Musikalisch verbirgt sich hinter der Public Jazz Lounge die Grundidee „Classic Tracks“ aus Jazz, Pop und R & B mit dem vielschichtigen Klangkörper der Big Band zusammenzubringen, und die Symbiose aus beidem um aktuelle Arrangements zu ergänzen. Coole Jazzsoli fließen ineinander mit deutschen und englischen Vocals und Rap – Einwürfen. Für den perfekten Breitwand - Sound, der seine Wurzeln in den Arrangements zahlreicher üppiger R&B und Jazzproduktionen der 70er Jahre hat, konnte Joo Kraus die exzellenten Musiker der SWR Bigband gewinnen, für die Arrangeur Ralf Schmid eigenständige und originelle Gewänder geschaffen hat, um Klassiker der Musikgeschichte und einige Originals von Joo Kraus in einen völlig neuen Kontext zu stellen.

Kenner der Jazz – Geschichte werden erstaunt sein, wie frisch Kompositionen wie „Red Clay“ von dem großen amerikanischen Trompeter Freddie Hubbard oder das hinlänglich bekannte „Birdand“ von Joe Zawinul in diesem Umfeld klingen können. R&B Fans können in Kompositionen wie „Love Is All We Need“ von Mary J.Blige, „One Moment In Time“ oder der Earth,Wind & Fire – Hymne „Getaway“ neben Spaß nun auch Tiefe entdecken. Sting dürfte stolz auf die von Joo Kraus gerappte Version von „Hounds Of Winter“ sein und nie hatte Björks „Venus As A Boy“ mehr Jazz . Zu den Höhepunkten gehören sicherlich Ralf Schmid‘s Arrangement zu „Scarborough Fair“, in dem der Instrumentalist Joo Kraus zarte Zwiesprache mit der SWR Big Band hält und wenn Kraus rappt „Schwach scheint fahl der letzte Sonnenstrahl – Gib\' mir die Nacht“ ist George Benson’s „Give Me The Night“ endlich in der Jetzt – Zeit angekommen. Eine Entdecklung erster Güteklasse ist der neuseeländische Sänger Tama Waipara, dessen Vocals in „Leaves“ so entspannt daherkommen, dass sie jeder Lounge gut zu Gesicht stehen. Hervorragende solistische Beiträge von Top – Musikern wie Martin Scales, Roberto Di Gioia, Decebal Badila, Sheryl Hackett und anderen seien hier nur am Rande erwähnt – es ist der Gesamteindruck, der kickt. Ein Konzept, in dem jeder Entdeckungen machen kann, ohne das es anstrengend wirkt und wird. Ganz relaxt wird der Jazz – Fan zum Nu Soul – Hörer, Pop swingt, und über allem die coolen Trompeten – Soli und Raps von Joo Kraus, die diese Public Jazz Lounge zusammenhalten und überstrahlen.

Welcome back to the future in der PUBLIC JAZZ LOUNGE, dem Ort, wo es keine Schubladen gibt und man einfach nur eine gute Zeit haben kann.

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