Magic Eyes

Wir gehoeren zur Familie

Author: Mat Mushroom
Date: Jun 1, 1997
Views: 1424

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Interview: MAGIC EYES   Text: Mat Mushroom

 
Nur Bilder oder Fäden auf einer Party wären langweilig, wenn da nicht noch einige schöne Objekte in der Gegend herumhängen würden. Sicherlich eine der schönsten Dekos dieser Art baut Ines aka Magic Eyes aus Flensburg. Ihre Aliens hat sie schon so richtig in ihr Herz geschlossen, als wären´s ihre Kiddies. Und das gibt positive Energy für mehr bunte Deko. Das Leben soll ja schließlich auch Spaß machen.

 

MAGIC EYES (Hamburg, germany)


 

Pilz: Was hat Dir den Anstoß gegeben, Dekokünstlerin zu werden?

Ines: Das hat sich eigentlich nur so ergeben, da ich oft mit Leuten unterwegs war, die Partys veranstaltet haben. Oke und Kobayahi veranstalten ja die "Melody Mekka"-Parties im Flensburger Volksbad, wo ich dann erstmalig die Deko gemacht habe.

Pilz: Hast Du eigentlich auch einen bürgerlichen Job?

Ines: Ich habe Fotografin gelernt, gönne mir aber nach der Ausbildung gerade eine kleine Pause zugunsten meiner Deko. Allerdins verbinde ich die beiden Sachen zum Beispiel bei Aufnahmen für einen Headshop, wo die zu fotografierenden Bongs mit Deko geschmückt werden (Anm. der Redaktion: siehe Bild unten rechts). Obwohl... diese Dekoanordnung kann man schon fast als ein Potrait von mir verstehen. Guck mal hin, dann verstehst Du es auch.

Pilz: Haben die Deko-Pieces und speziell Deine süßen kleinen Aliens dann auch etwas mit Dir zu tun?

Ines: Nein, die entstanden so aus einer Laune; aber die Aliens sind doch eigentlich sowieso da...

Pilz: Und Du hast die also nachgebaut.

Ines: Es soll sie geben. Gerade die grünen sind ja ein Originalnachbau aus dem "Großen Buch der Geister". Ich gebe den Leuten nur eine Hilfestellung, um die Phantasie der Leute zu stärken, damit sie die Aliens gleich erkennen, wenn sie sie woanders mal sehen. Denn man kann sie ja nur erkennen, wenn man glaubt, das es sie gibt; sonst besteht ja eh keine Möglichkeit, mit ihnen zu kommunizieren.
Bei mir hat der grüne Alien dann noch eine Frau und ein Sohn bekommen. Die gehören jetzt zur Familie und müssen mit Geld verdienen. Irgendwie müssen wir ja über die Runden kommen...

Pilz: Und was für einen Job haben sie in der Familie?

Ines: Die drei sollen einfach nur gute Laune verbreiten, die Partypeoples von der aggressiven Normalwelt für ein paar Stunden ablenken.

Pilz: ...obwohl sie ja eigentlich nur dumm herumhängen...

Ines: "Nur abgehangen, war obergeil!"

Pilz: Beschäftigst Du Dich aufgrund der Aliens mit Science Fiction?

Ines: Die haben eigentlich gar nichts mit Science Fiction zu tun. Das ist weitläufige Fantasy. Da gibt´s ja auch Leute, die da wirklich d´ran glauben...

Pilz: Woran glaubst Du?

Ines: ... An das Ying-Yang Prinzip und an den Erdkreis der Indianer. Aber ich meine, das solch´ teilweise recht esoterischen Theorien nichts mit der eigentlichen Party zu tun haben sollten. Bei den Melody Mekka Parties in Flensburg sind zum Beispiel überhaupt keine Einflüsse vom Buddhismus zu merken. Die Musik ist zwar die gleiche, wie auf Goa-Parties, aber wieso sollte auch immer die gleiche Schiene gefahren werden? Jeder soll es so machen, wie er am besten mit klarkommt. Wie zum Beispiel die Free Form Leute ihre esotherischen Hintergedanken für eine Party schon im Vorfeld zu verstehen geben, finde ich schön.


 

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