Speed - Eine Gesellschaft auf Droge

Author: Roberdo
Date: Oct 25, 2009
Views: 2574

Ausgesprochen unterhaltsam verpackte Informationen über die Entwicklung von Amphetamin, populäre Nutzer und die Droge als Teil des Zeitgeistes.


"Speed ist assozial, macht paranoid, es ist einfach Mist, schlecht für deinen Körper, schlecht für deinen Geist, allgemein gesagt, langfristig unkreativ und eine Plage für die ganze Drogenindustrie. All die netten und höflichen Drogenabhängigen werden fertiggemacht von diesen wirklich Horrorfilmen entsprungenen, frankensteinartigen Speed- freaks."

Mit diesen Worten kritisierte Beat-Autor Allen Ginsberg gegen Ende der sechziger Jahre den massenhaften Konsum von Amphetamin. Das Buch "Speed - Eine Gesellschaft auf Droge" ist jedoch keineswegs eine Hasstirade auf die Substanz und reckt auch keineswegs den moralischen Zeigefinger. Vielmehr zeichnet Autor Hans-Christian Dany sehr umfangreich und detailliert die Geschichte von Amphetamin dessen Gebrauch in verschiedenen Zeitepochen nach. Dabei liefert er reihenweise wirklich spannende Informationen zu dieser Droge und ihren chemischen Verwandten, erzählt von zahlreichen bekannten Nutzern und räumt mit dem einen oder anderen Mythos auf. Immer wieder ordnet Dany den Gebrauch der Droge in den jeweiligen zeitgeschichtlichen Kontext ein und stellt in diesem Zusammenhang unter anderem fest, dass Speed zum hektischen, ruhelosen Zeitgeist der Gesellschaft passt. Der Schreibstil ist anspruchsvoll, kurzweilig, erfrischend anders und watet oft mit einem gewissen Augenzwinkern auf. Also schnell, schnell in den nächsten Buchladen!

Via hedonistic-freelancer.com


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